Mietrecht

Nahezu jeder Mensch schließt in seinem Leben zumindest einmal einen Mietvertrag über eine Wohnung ab und begründet damit eine persönliche Basis. Doch häufig treten dabei bereits zu Beginn oder im Laufe der Mietzeit Probleme auf, seien es Streitigkeiten mit dem Vermieter oder Mängel an der Mietsache. Im schlimmsten Fall enden derartige Streitigkeiten dann mit der Kündigung durch den Vermieter und der Mieter ist plötzlich wohnungslos.

In Deutschland werden Streitigkeiten zwischen Mietern und Vermietern immer häufiger und nehmen deshalb in der anwaltlichen Praxis einen immer größeren Stellenwert ein. Das Mietrecht steht in Deutschland unter großem Einfluss der Rechtsprechung, da durch die Vielzahl der Streitigkeiten immer wieder neue allgemein gültige Entscheidungen für das Mietrecht getroffen werden.

Verankert ist das Mietrecht in Deutschland im Zivilrecht. Das Mietrecht befasst sich grundsätzlich mit der Rechtsbeziehung von Mietern und Vermietern. Grundlage für diese Rechtsbeziehung ist im Mietrecht zumeist ein Mietvertrag. Ein Mietvertrag kann beispielsweise über eine Wohnung, ein Gewerberaum oder aber auch über Gegenstände verfasst werden.
Das Mietrecht regelt dabei, wie ein derartiger Mietvertrag ausgestaltet ist. Welche Klauseln dürfen in einem Mietvertrag enthalten sein und welche Klauseln führen beispielsweise direkt zur Unwirksamkeit? Darf der Vermieter beispielsweise die Miete erhöhen oder eine Staffelmiete einführen? Das Mietrecht enthält weiterhin auch Vorschriften, die sich mit Mängeln an der Mietsache an sich beschäftigten, also ob beispielsweise auf Grund des Mangels eine Mietminderung möglich ist. Weiterhin finden sich im Mietrecht Regelungen für den Fall, dass ein Mieter im Zahlungsverzug steht oder der Vermieter Eigenbedarf anmeldet. Auch Regelungen zu den Betriebskosten sind im Mietrecht enthalten.

Unterschieden wird im Mietrecht allerdings strikt zwischen Wohnraum- und Gewerbemiete. Dem Mieter steht in Deutschland ein ausgeprägter Schutz durch das Gesetz zu, der allerdings nicht auf die Gewerbemiete übertragen werden kann. Einen besonderen Schutz durch das Gesetz erhält der Mieter einer Wohnung deshalb, weil das Gesetz ihn als besonders schutzwürdig ansieht. Diese besondere Schutzwürdigkeit lässt das Gesetz bei der Gewerbemiete entfallen, da angenommen wird, dass ein Mieter einer Gewerbeimmobilie über ausreichende Fachkenntnisse auf diesem Gebiet verfügt oder aber den Rat eines Fachkundigen eingeholt hat. In der Praxis sieht das jedoch häufig anders aus, Mieter einer Gewerbeimmobilie verfügen zumeist nicht über die benötigten Kenntnisse und lassen sich zumeist auch nicht oder nur schlecht beraten.