Verkehrsrecht

Viele Autofahrer kommen im Laufe ihres Lebens zumindest einmal mit dem Verkehrsrecht in Berührung. Zumeist dann, wenn es um Unfälle geht, egal ob kleinere oder größere Schäden dabei entstanden sind oder bei Bußgeldbescheiden auf Grund von Falschparkens oder Geschwindigkeitsüberschreitungen. Derartige Ereignisse treten meist plötzlich ein und überfordern den Verkehrsteilnehmer zunächst und werfen zudem viele Fragen auf. Wer trägt die Kosten für den Unfall? Was zahlt die Versicherung? Kann ich gegen einen Bußgeldbescheid Widerspruch einlegen? Wie viele Punkte drohen mir? Kann mir der Führerschein entzogen werden? Die Regulierung von Verkehrsunfällen, Verstößen gegen das Verkehrsrecht und Bußgeldbescheiden steht deshalb auf der anwaltlichen Tagesordnung ganz oben.

Das Verkehrsrecht enthält in Deutschland sämtliche Normen, die in Verbindung mit dem Verkehr stehen. Dabei ist jedoch kein einheitliches Gesetz vorhanden, vielmehr setzt sich das Verkehrsrecht in Deutschland aus Vorschriften des Privatrechts und des öffentlichen Rechts zusammen. Aus dem öffentlichen Recht resultieren dabei die verwaltungsrechtlichen Verkehrsvorschriften, wie beispielsweise Vorschriften zur Erteilung des Führerscheins oder der Bußgeldkatalog. Privatrechtliche Normen regeln im Verkehrsrecht hingegen beispielsweise Schadensersatzfälle oder Gewährleistungsansprüche beim Kauf eines Autos. Das Verkehrsrecht lässt sich jedoch noch weiter in das besondere Verkehrsrecht unterteilen. Im besonderen Verkehrsrecht wird beispielsweise das Schienen- oder Seeverkehrsrecht geregelt.

Die häufigsten Streitigkeiten entstehen im Verkehrsrecht jedoch durch Verkehrsunfälle. Entscheidend ist dabei, wer bzw. welche Versicherung am Ende für die entstandenen Schäden und Unfallkosten aufkommt oder aber auch, ob Schmerzensgeld gezahlt werden muss. Oftmals muss dafür Einsicht in die polizeilichen Akten genommen werden, um den Tathergang und die genaue Sachlage erfassen zu können. Oftmals werden von den beteiligten Parteien auch unabhängige Sachverständige beauftragt, um die Sachlage zu klären. Doch auch Versicherungen sind dazu übergegangen eigene Sachverständige in Schadensfällen einzuschalten und damit die von den Parteien eingeschalteten Sachverständigen zu übergehen. Häufig werden so von den Versicherungen deutlich niedrigere Schadenssummen errechnet. In solchen Fällen kommt es deshalb häufig zu gerichtlichen Streitigkeiten. Ein Gang zum Anwalt bleibt dann zumeist nicht erspart. Abgesehen von einigen Ausnahmen werden Kosten für den Rechtsanwalt jedoch dem Schädiger auferlegt, sodass die Versicherung des Schädigers die Anwaltskosten zu tragen hat. Dadurch entstehen auch einem Geschädigtem, der keine Rechtsschutzversicherung hat, keine weiteren Kosten.